Montag, 31. Juli 2017

ZIEMLICH PARADIES



Zum Wochenende bin ich meist daheim.
Weil es da am schönsten ist.
Zu viel Menschen allüberall.
Zu viele Feste in den Dörfern.
Zu viel betrunkene schlechte Autofahrer auf der Straße.
Zu viel Schwammerlsucher in den Wäldern.
Zu viel Freizeitsportler unterwegs.
Ich gönne jedem seine Vergnügungen,
aber mir ist lieber, wenn der Montag kommt,
wenn der Freizeitvergnügungsspuk sein Ende hat.
Ich nütze die Zeit oft zum Putzen -
wenn es mich freut.
Und meist genieße ich einfach mein Paradies,
das wirklich selten gestört wird.
Zu fern, zu abseits, zu versteckt.
Und eigentlich sollte es so sein -
"My home is my castle".
Die heutige ständige Freizeitflucht spricht von einer tiefen Unzufriedenheit
mit dem Zustand des eigenen Lebens.





Kommentare:

  1. Einfach herrlich diese tägliche Sonntagsidylle. Ja, wer es sich leisten kann, ist an den Wochenenden daheim besser aufgehoben.
    Hach, ich würde zu gerne ein Stündchen oder so neben dir Platz nehmen und einfach den Ausblick geniessen - und deine spannende Gesellschaft dazu...
    Herzliche Montagsgrüsse,
    Brigitte

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    1. du bist jederzeit herzlich eingeladen.
      liebe morgengrüße zu dir

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  2. Das finde ich ungnädig - wen ihn der Woche sein Job zeitlich und geistig voll und zufriedenstellend ausfüllt, der kann sein Hirn halt nur am Wochenende spazieren führen.

    Ich jedenfalls kann den Anderen nur vor den Kopf gucken und nicht hinein. Ob sie wirklich alle unzufrieden sind, das bleibt Spekulation.

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    1. ja, eh. ungnädig. es sollte im idealfall jeder so schön wohnen können, dass er nicht dauernd unterwegs sein muss. aber mich zieht es ja auch immer wieder weg.
      lg

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  3. Nur wer das Paradies kennt, kann es auch genießen.

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  4. der viele konsum macht mich auch wahnsinnig.
    ich wähle aus,was mir freude bereitet.
    am samstag gabs bei uns kubanische musik,ein wohlklang an rythmen.
    so etwas konsumiere ich mit vergnügen,
    da mögen sogar meine alten knochen noch tanzen.

    so versteckte plätze gibts im waldviertel noch genug.
    ich bin froh,dass ich ein paar nachbarn habe.
    sonst käme nachbars katze nicht zu mir,
    nachbars hund geht gerne mit uns runden,
    ein nachbar bringt mir überschüssig wucherndes gemüse vorbei,
    oder er bringt mir honig.
    ein anderer mäht mir (dafür hat er bei mir in der garage sachen eingestellt)
    ein nachbar schaut ,ob alles in ordnung ist,wenn ich nicht da bin.
    ich brauche meine nachbarn und bin ihnen sehr dankbar.

    nur mehr 2 tage bis meine küche endlich kommt!!!
    bin schon fast 2 monate ohne küche

    hoffnungsvollwartendekonsumentenschutzdrohendeaufgeladeneärgerlichgrüße
    hibisca

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    1. hoffentlich wächst dir die hart erkämpfte küche gleich ans herz.
      liebe grüße

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  5. Das habe ich gestern genauso empfunden -- Sonntag ideal für backen, im Gerten herumkratzen, faulenzen. Das mit zu viele Feste und Events nervt mich auch. Wie viel Unterhaltung die Menschen brauchen!

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    1. ja, am sonntag kann die faule fleißig werden (ich, nicht du :-) )
      liebe grüße

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  6. Was sind wir dich für Glückspilze, dass wir die Wahl haben! Solange ich gearbeitet habe, war auch meistens nur das Wochenende, um mal aufs Land raus zu kommen. Da gefällt es halt vielen, ist ja auch schön! Hier gibt's das Feuerwehrfest, und das ist überraschend nett und frei von Gröhlerei. Und unsere Dorfmzsi spielt auch noch gut. Paradies also auch im westlichen Weinviertel. Liebe Grüße von Bettina

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    1. fein, dass du es so nett hast. mit idylle und musik.
      liebe grüße

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