Donnerstag, 27. Juli 2017

DIES UND DIES

In den Naturwiesen blüht der wilde Thymian - Quendel.
Herbwürziger Duft.
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Weil Regenwetter war, habe ich meine unendlichen Kisten gesichtet und etwas sortiert,
weggeworfen, geordnet.
Dabei ist ein Karton mit Tagebüchern meiner Mutter zum Vorschein gekommen.
Ich wusste gar nimmer, das der existiert.
Jetzt überlege ich, ob ich sie endgültig wegwerfe oder doch lesen soll.
Hm.
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Meine Tagebücher kann ich dann auch langsam verbrennen.
Ziemlich mein ganzes Leben habe ich geschrieben
und NIE MEHR nachgelesen.
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Wir sind unendlich bedeutungslos und all unser Tun auch.
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Ich muss eine Falschmeldung ansagen.
Der tote Raubvogel war wahrscheinlich ein Seeadler!
Für einen Bussard hat er mir gleich eigenartig ausgesehen.
Flügelspannweite 2 m.
Jetzt wird er in einem veterinärmedizinischen Institut untersucht.
Und ich habe mir keine Feder genommen.
Für einen Hut.
Aus mir wird nie eine Schamanin.
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Und diese Zeitungsmeldung muss ich kommentieren.
Die  Spermienmenge europäischer Männer nimmt jährlich um 2 % ab.
Ein Handy in der Hosentasche killt 30 % der flinken Dinger.
Wenn ich richtig rechne, dann geht statistisch in 50 Jahren nix mehr.
Keine vermehrten Europäer.
Aber der Zuzug wird schon einspringen.
Und alle Statistik ist Lug und Trug.







Kommentare:

  1. Hm, na ja, wenn diese Theorie aufgehen sollte - die neu Hinzugezogenen haben meines Wissens ebenfalls so ein “Ding“ in der Hosentasche.
    Und 50 Jahre - da bleibt uns (glücklicherweise) jede Über(prüfung) erspart!

    Gruß in den Morgen (endlich Sonnenschein hier)

    Welle

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    1. und bis dahin wird ohnedies geklont, genverändert, automatisch befruchtet ...
      liebe grüße

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  2. Tagebücher sind sehr wichtige Zeitzeugendokumente, bitte nicht wegwerfen. In Emmendingen(Baden-Württemberg) gibt es eine Stelle, die diese Schriftzeugnisse sammelt. Man kann da sicher auch verfügen, dass sie anonym und erst nach -- Jahren gelesen werden.
    Ich glaube, ich würde ein Tagebuch meiner Mutter nicht lesen, weil sie tot ist und ich nicht mit ihr darüber reden kann. Ich hätte Angst davor, mir sinnlos nachträglich Kopfzerbrechen zuzufügen. Hab es gut, liebe Ingrid!

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    1. meine Tagebücher sind keine zeitzeugen, sondern befindlichkeitsberichte. nie würde ich die in fremden händen wissen wollen. und die tagebücher meiner mutter: wenn ich lese, wie unglücklich sie war, kann ich sie besser verstehen und ihr einiges verzeihen.
      liebe grüße

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  3. mit abstand lesen,aus der distanz ergibt es ein anderes bild.
    das würde ich machen.
    verzeihen,verstehen,abstand gewinnen........

    in die zukunft mag ich nicht mehr schauen!
    zu grauslich,zu künstlich,zu unmenschlich

    der planet ist ohnehin überbevölkert mit wahnsinnigen.

    grüße aus dem marchfeld
    hibisca

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    1. ja, die zukunft ist schwer vorstellbar.
      liebe grüße

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  4. Wir sind unendlich bedeutungslos und all unser Tun auch.

    Wie herb. Wie wahr.
    Muss man das furchtbar finden oder voll cool? - mal provokant gefragt?

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