Donnerstag, 18. Januar 2018

INNENSCHAU



Das mit der Pause wird verlängert.
Ich melde mich wieder, wenn die Innenschau vorbei ist.


Mittwoch, 17. Januar 2018

LICHTWESEN

Es ist dunkel, so dunkel.
Nebel.
Die Abwesenheit von Licht.
Es hat mich in die Gegend nördlich des Polarkreises verschlagen.
In eine Gegend von der sich die Sonne abgewandt hat.
So fühle ich.
Manchmal schaue ich die Webcam vom Nordcap an
und da ist meist ein Goldstreif am Horizont.
Mehr Helligkeit als bei mir.
Dabei sind wir Lichtwesen.
Photonen befinden sich in unseren Körperzellen.
Gefühlte Monate habe ich mit niemandem gesprochen.
Denn keiner hat das, was ich suche.
Und sonst interessiert mich gerade nichts.
Auf YouTube schaue ich Videos.
Lauter gscheite Leute, die mir bewusstseinserweiternde Sachen erzählen.
Und ich weiß,
das Licht und der Goldstreif werden auch zu mir kommen.
Aber dieses völlige Beimirsein ist auch Glück.
Glück der Zufriedenheit macht sich in meiner Abgeschiedenheit breit.
Klausur.


Freitag, 12. Januar 2018

IDEENLOS


Da muss ein bisserl ein Text hin.
Hm.
Und weil mir nix mehr einfällt,
gibt es eine Pause.






Donnerstag, 11. Januar 2018

ALLES MEINES


"Alles meines"
sagt die alte Katze,
wenn sie sich auf die frisch gelegten russischen Zigeunerkarten platziert.
Sie ist Prinzessin im Haus.
Was ich besonders dann merke, wenn sie um 4 Uhr früh beginnt hungrig auf mir herumzuspringen.
In der Zeitung habe ich gelesen,
welch negativer Umweltfaktor alle unsere Katzen/Hunde sind.
Nicht nur, dass Katzen die Vogelwelt dezimieren -
von Mäusen sage ich nix, die sind undezimierbar,
ist der Futterverbrauch auch ein Thema.
Weil Menschen immer mehr Geld für die Lieblinge ausgeben,
werden nicht nur Abfälle in Dosen gepackt,
sondern auch gutes Fleisch von Tieren,
das ansonsten Menschen (fr)essen.
Eine Menge Verpackung fällt an.
Wenn man jetzt hochrechnet, dass in Österreich 1,5 Mill. Katzen leben und 800 000 Hunde,
dann sind das eine Menge Ressourcen,
die unserem Kuschelvergnügen zum Opfer fallen.
Und wenn z.B. ein Rind 200 kg hat, dann frisst die Katze, wenn sie 120 g Fleisch pro Tag vertilgt, in 4,5 Jahren eine ganze Kuh.
Wenn ich das jetzt mit 1,5 Mill. Felltigern multipliziere,
sehe ich eine wogende Rinderherde vor mir.
Wild, Hühner, Fische stehen auch am Speiseplan der vierbeinigen Hausgenossen.
Tja.



Mittwoch, 10. Januar 2018

AUTOHASSER

So deutlich muss man seine Abneigung  nicht zeigen!

Dienstag, 9. Januar 2018

NOTHILFE


Hilf dir selbst, sonst hilft dir keiner.
Das stimmt bei mir so nicht,
denn unerwartete Hilfen kann es geben.
Ein Erlebnis ist mir immer in Erinnerung.
Ich war ein Mäderl.
15.
Hatte einen Freund.
War mit ihm im Theater verabredet.
Und wie ich zum Theater komme,
ist meine Karte weg.
Der Freund schon längst drinnen.
Das war in Vorhandyzeiten.
Ich stehe verzweifelt vor geschlossenen Türen.
Den Tränen nahe.
Jedenfalls völlig aufgelöst.
Da kommt ein Mann und fragt mich, was und wieso.
Und es war der diensthabende Theaterarzt,
der mich dann zu seinem Platz geleitet hat.
Der Abend war gerettet.
Und so geht es mir oft.
Aber, wenn ich etwas unbedingt haben will,
funktioniert das nicht.
Nur wenn ich ziemlich absichtslos bin.
Manches fällt mir zu.
Ich habe das von meinem Vater geerbt.
Der hatte  bedingungsloses Urvertrauen.



Montag, 8. Januar 2018

BENZINDUFT

Heuer gab es wieder die Jänner-Rallye.
Und weil sie praktisch bei mir vorbeifährt,
war ich ein wenig schauen.
Ich weiß:
Umwelt, Rehlein, Ressourcen, etc.
Ich hab überlegt,
was ich an den völlig idiotischen Bewerben mag.
Es ist der Lärm.
Dieses Brumm, Brumm, Knatter, Quietsch.
Ja, ich bin bescheuert.
Ich hab einen anderen Fotoapparat mitgenommen
und die mehreren Bilder waren ohne Auto,
weil die Kamera zu langsam war.
Aber nett war es.
Bei mir waren gar keine Action-Szenen zu sehen.
Kein Schnee und wahrscheinlich waren die meisten Autos schon am ersten Tag zu Schrott gefahren.
https://www.rallye-magazin.de/int/videos/2018/oerm-2018/jaenner-crash-action/





 

Sonntag, 7. Januar 2018

QUELLE

 
 
Die Wintervögel am Vogelbaum habe ich gezählt,
die weniger werden,
und außerdem erkenne ich manche nicht,
oder bin mir nicht sicher.
Stieglitz oder doch Buchfink?
So nah ist der Ausblick auch nicht.
3 Pferde mit Reitern und Hund waren nicht zum Mitrechnen.
Die Überraschung waren Krähen,
kommen sonst nicht zum Baum.
Wollten gezählt werden.
Mir war nach Wassergeplätscher.
Ich habe eine Quelle im Haus,
sie ist normalerweise abgedreht,
weil sonst Wand und Boden feucht werden.
Es wird Zeit in den Fluss zu kommen,
mein Leben stockt, aber sowas von.
 
 

Samstag, 6. Januar 2018

ERKENNTNISSE



Ich muss noch einmal einen Rückblick auf die vergangenen Monate machen.
Meine Erkenntnisse:
Schlimmer geht immer.
Wenn du glaubst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo kein Lichtlein her.
Wenn du jung bist, tut dir dein Bein weh, weil du es benützt hast.
Wenn du alt bist, tut dir das Bein weh, weil du es hast.
(Der Satz ist nicht von mir, aber passend und kann auf alle vorhandenen Körperteile angewendet werden).
Ich kann auch auf Reisen sterben.
Ich muss dafür nicht zuhause sitzen bleiben.
(Ich bin ja bekannterweise Hypochonderin und beim kleinsten Wehwehchen schon dem Tode nahe).
Aktuelle Erkenntnis: wenn ich 3 Minuten Croissants aufbacke,
kann ich mich nicht gemütlich zum Notebook setzen,
denn wenn ich sie rieche, sind sie verbrannt.
Gerade noch gerettet.
Und wenn ich nicht wieder mehr Schwung in mein Leben bringe,
wird es kein anderer für mich tun.
In diesem Sinne -
auf geht`s,
denn die Erfahrungen von 2017 brauche ich nicht nochmals.


Freitag, 5. Januar 2018

VOLKSGARTEN





 
Ein Vogelflüsterer.
Im Volksgarten sind die Rosenstöcke verhüllt.
Wie immer im Winter.
Aber dass alle Widmungstäfelchen haben, das war neu für mich.
Witzig.
 






Donnerstag, 4. Januar 2018

PFERDELASTIG



In der großen Stadt.
Die Fotos sind voller Pferde.
Im neueröffneten Weltmuseum war ich.
Gut gemacht, gut gefallen.
Und ich weiß jetzt, warum Männer im Stehen pinkeln -
sie denken immer noch, dass sie eine Rüstung tragen.
Mit dem Cafe Museum,
da weiß ich nicht, ob es der Liebling wird.
Die Ober dort sagen "Gnä Frau" zu mir.
Finde ich schrecklich.
Ich zucke jedesmal zusammen.
Ist so furchtbar wie ein Handkuß.
Fällt für mich unter unsittliche Belästigung.
So viele Menschen waren noch in der Stadt.
Japanerschlangen bei Chanel und vor dem Sacher.
Der Silvestermenschenüberhang.
Morgen gibt es mehr Fotos.






Mittwoch, 3. Januar 2018

TEXT

 
 
Manchmal sitze ich vor dem Bildschirm,
schaue auf die Fotos, die ich gemacht habe
und wünsche mir,
der allerschönste Text möge mir dazu einfallen.
Worte, die glücklich machen, wenn man sie liest.
Denn das wäre so etwas wie bei den Pfadfindern -
jeden Tag eine gute Tat.
Die blinde Oma über die Straße führen.
Schreiben können und damit berühren.
Wenn es mir auch nicht gelingt,
jetzt wisst ihr, dass ich es mir wünschen tät.
 



Dienstag, 2. Januar 2018

DAS UND DIES

 

 
Ab und an fahre ich bei den Hirschen vorbei.
Bringe ihnen Äpfel und kleine Brotstücke.
Für mich immer wieder nett zu sehen.
Ich glaube, sie mögen es auch.
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Wenn ich mich überwinde,
steige ich täglich auf den Crosstrainer.
Jetzt habe ich festgestellt,
dass man dabei gut auch Kartoffelchips knabbern kann.
Damit kein Kalorienvakuum entsteht.
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Es ist eigentlich immer noch ständig dunkel.
Aber ich habe mondhelle Nächte mit Glitzersternen gesehen,
traumhaft schöne verschneite Wälder und Wiesen,
vereiste Bäche mit wundersamen Musteroberflächen.
Ja, Winter kann prächtig sein.
Trotzdem fällt er mir schwer.
Und kein Ende in Sicht.
 
 


Montag, 1. Januar 2018

ZEIT

 
 
365 Tage
8760 Stunden
525600 Minuten
31536000 Sekunden
 
Viel Zufriedenheit für euch alle!
 


Sonntag, 31. Dezember 2017

ALTES


 
Manchmal gibt es einen Moment voll geistiger Klarheit.
Wenn Schuppen von den Augen fallen.
Ein Gefühl, wie auf einen Erkenntnisstein getreten.
Mit den Tagen verblasst die Erinnerung.
Der Schleier der Alltäglichkeiten legt sich darüber
und es bleibt alles beim Alten.
 


Samstag, 30. Dezember 2017

NASCHMARKT


Der Wiener Naschmarkt ist einer der besten Orte der Stadt.
Auch an einem Sonntag Morgen.
Da ist mir ein Außerirdischer begegnet.
Hatte so ein Plastikding am Kopf,
wie einen Sender.
Um mit seinem Planeten in ständigem Kontakt zu sein.
Genau habe ich es nicht erkannt,
weil der hat so böse geguckt,
wie ich ihn angestarrt habe.
Da habe ich mich nimmer getraut weiter zu glotzen.
Er und ich allein zwischen den Ständen.
Warum richten sich Leute so auffällig her
und werden dann grantig, wenn man ausdauernd schaut?
Wesen vom anderen Stern sind doch immer noch selten.




Freitag, 29. Dezember 2017

GEFANGEN


 
Nicht weit von mir ist der Bärenwald.
Hier werden "arme Bären",
die aus Käfighaltung oder Zwingern gerettet werden, betreut.
Das schöne Wetter hat Tiere aus den Winterschlafhöhlen gelockt.
Dieser Bär läuft immer 10 m auf und ab.
Obwohl sein Areal sicher 1000 m2 hat.
Aber er kann über die alten Grenzen seines Käfigs nicht hinaus.
Ich dachte,
wir Menschen verhalten uns auch so.
Gefangen in der eigenen Realität.
Ohne Blickkontakt zu den vielfältigen Möglichkeiten.
 


http://www.baerenwald.at/

Donnerstag, 28. Dezember 2017

SCHLUSS MIT LUSTIG


  Telefon und Internet sind in der Heiligen Nacht ausgefallen.
In der Tiere reden können.
Bei mir sprechen sie nicht,
aber dem Marder war langweilig
und er hat wieder einmal zugebissen.
Gründlich.
Das habe ich nach zwei Tagen festgestellt.
Die Telekom hat sich am ersten möglichen Arbeitstag nicht gemeldet
und mir ist die Geschichte zu blöd geworden.
Ich habe eine Dachbodenbegehung vorgenommen
und den Schaden gefunden und notdürftig repariert.
Sehr notdürftig.
Der kleinste Huster einer Maus kann die Verbindung kappen.
Dem Marder habe ich ein laut plärrendes Radio aufgestellt,
man kann es bis zur Straße hören.
Damit ihm in der Nacht nicht langweilig wird.
Schau ma mal.
Jedenfalls:
ich bin wieder online.
PS: Der supernette Mann von der Telekom ist dann doch noch aufgetaucht.
Hat mich mit neuen Zuleitungen und den besten Wünschen fürs nächste Jahr versorgt.
Ich glaube ich muss ihm noch eine Flasche Sekt vorbeibringen.

 
 
 
 

Mittwoch, 27. Dezember 2017

MÄNNERWEIHNACHT

Auch heuer durfte ich wieder mit zur Männerweihnacht.
Einfach gut.
Am 24. bei nettestem Frühlingswetter.
Treffen im neuen Kaffeehausfavorit.
Cafe Museum.
 
 

Friedhof.
Prater.
Geflippert, gelacht und mit der wilden Maus gefahren.
Bekannt aus dem Josef Hader Film.
Die blauen Flecken werden mich noch einige Tage begleiten.



Eine Menge Leute waren unterwegs.
Auch beim Naschmarkt,
wo viele Lokale geöffnet hatten.
Die Welt ist in einem beständigem Wandel.
Und das ist gut.
Heute gehen auch am 24.12. in der Stadt Menschen auswärts speisen.
Die Jahrtausende alte christliche Bevormundung neigt sich dem Ende zu.
Es muss kein Kind mehr geboren werden,
damit irgendjemand erlöst wird.
Menschen werden erwachsen.
Befreien sich von Zwängen.
Um sie gegen andere einzutauschen.
Dieses ganzes Weihnachtsgetue ist immer die schlimmste Zeit für mich im Jahr.
Alles nicht meines.
Und ja kein Weihnachtslied für meine Ohren.
Dafür ist mir bei der Heimfahrt der Fisch am Himmel erschienen.
Ein christliches Symbol. 







Dienstag, 26. Dezember 2017

IM WALD


Beim Rehe füttern war ich mit.
Der Winter ist bis jetzt moderat.
Die Tiere bräuchten keine Menschenversorgung.
Genug Fressbares ist zu finden.
Für mich war es ein wenig Rosegger:
"Als ich die Christtagsfreude holen ging."
Nur völlig unbeschwerlich.